Zwei Dumme und ein Fahrradanhänger

In Augsburg haben wir uns ein Lastenrad für den Kindestransport zugelegt. Doch mit seinen 2,60 m Länge und ca 1m breiten Korb vorne war es unmöglich es auf dem Fahrradträger mitzunehmen 😉 Also haben wir extra für den Urlaub noch einen Kinderanhänger gekauft. Mit drei Rädern aufm Träger (ich wollte mein Carbonrad nicht mitm Hänger kaputtmachen, deswegen eins zum so Fahren und eins zum Ziehen) und dem Anhänger drin ging’s dann nach Italien.

Was man mitschleppt, will man auch nutzen…. auch wenn der Campingplatz ganz unten gelegen ist und man erst ca 100 Höhenmeter mitm Hänger nach oben fahren muss. Ziel war der Strand La Sorgente…nur 7 km entfernt. Da wir mit dem Baby nicht die Hauptstrasse fahren wollten, hat und Google eine Alternativroute durch den Wald vorgeschlagen….

Wie immer entpuppte sich dieser Weg als absolute Mtb Strecke 😉

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Es ging die ganze Zeit Berg hoch und irgendwann lagen ziemliche Brocken aufm Weg, so dass wir die Räder mit Hänger stehen lassen mussten und die restlichen 2 km mit David in der Trage bis zum Strand zu Fuß erledigen.

Der Hänger hat ein abnehmbares Vorderrad…zwei Tage später ist ubs aufgefallen, dass wir es irgendwo auf den Weg verloren haben. Heute bin ich wieder da hoch es war tatsächlich noch da gelegen.  Da ich keinen Rucksack dabei hatte, musste ich das so transportieren. 39DC4F48-4A0F-4FE3-AB98-012C701C91BE.jpeg

Hoffe David wurde nicht zu krass durchgeschüttet. Wieder unten angekommen, hatte er aber gute Laune.

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Camping Scaglieri

Seit gestern sind wir auf dem Campingplatz Scaglieri. Weil wir diesmal wegen dem Baby nicht so viel dem Zufall überlassen wollten/konnten, haben wir bereits daheim etwas recherchiert und diesen Campingplatz ausgesucht und für 7 Tage hier einen Stellplatz gebucht.

Der Platz ist recht teuer (sind die alle hier…) aber es ist ja keine Hauptsaison mehr ….. trotzdem teuer 😉 man liest aber nur Gutes über den. Das Allerbeste: fast alle Plätze haben hier Meeresblick und man kann den Sonnenuntergang direkt beim Abendessen aus dem Bus genießen!

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Was wir leider nicht wirklich recherchiert haben, ist die Lage. Es sind eigentlich nur 5 km bis Portoferraio…. aber drumherum ist wirklich gaaaaar nichts und man muss jedes Mal einen seeeehr steilen Anstieg bewältigen um auf die Hauptstraße zu kommen. In unserem Fall natürlich mitm Fahrrad, denn der Bus ist ja für 7 Tage zum festen Schlafplatz konvertiert und soll nicht bewegt werden. (Wir haben diesmal wirklich viel Zeug dabei und haben kein Bock alles raus/reinzuräumen)

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Genug gemotzt. Nach jedem Anstieg kommt immer eine lange Abfahrt! Also macht das Radfahren hier schon Riesenspass (zumindest mir…).

Und sonst ist der Campingplatz wirklich schön und sehr sauber!

Baby auf großer Tour!

Ihr seid bestimmt auch schon mal nach einem Clubbesuch betrunken auf dem Heimweg in der Straßenbahn eingepennt und dann ganz wo anders aufgewacht. So muss das gestern Nacht für David gewesen sein. Um halb 9 Abends im Maxi Cosi eingeschlafen, aufgewacht und auf einmal ist man auf einem Schiff kurz vor Elba’s Küste. (Wie heißen übrigens die Bewohner von Elba? Elbaner ?)

Die Fahrt hat stolze 12 Stunden gedauert. Es war aber richtig gut die Nacht durchzufahren! David hatte erst gegen 7 Uhr morgens ein bisschen schlechte Laune gehabt.

Das einzige Problem war, wir waren beide todesmüde, als wir angekommen sind und David war gut drauf und hellwach und wollte Unterhaltung haben.

Die Fähre war diesmal nicht sehr groß und war schnell ent/beladen und die Überfahrt dauerte nur 1 Stunde. Es sind bloß 10 km.

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Diesmal haben wir einen Campingplatz für 1 Woche im Voraus gebucht aber erst ab der 2. Nacht also entschieden wir und erstmal in den Süden der Insel zu fahren. Ziel: Lacona Bucht und haben einen riesigen schönen Stellplatz auf dem Campingplatz Stella Mare ergattert.

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Die Nachbarn

Dann ging’s gleich zum ersten Mal an den Strand und zum ersten Mal mit dem eigenen Kind! War eigentlich gar nicht so übel! Nur dass das Kind auf einmal im Vordergrund stand, man aber jede seine Bewegung mit Stolz verfolgt und feiert.

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The same procedure as every year….

Wir fahren wieder los! Diesmal geht es nach Elba in der Toskana! Es ist wie jedes Jahr. Der Bus wird voll gepackt, die Fahrräder aufgeschnallt und den Arbeitskollegen freudig für 2 Wochen auf Wiedersehen gesagt. Doch es ist dieses Jahr etwas anders… wir sind nicht mehr nur zu zweit unterwegs… sondern zu dritt! Und nein, wir haben nicht noch Freunde mitgenommen, sondern unser kleiner Sohn David ist auch mit dabei! Letztes Jahr war er wohl als blinder Passagier dabei, nun ist er schon ganze 4 Monate und darf auch mit auf große Tour. Wir sind gespannt, wie er das Campingleben und die große Busreise mitmacht!

Chia und kurzer Ausflug an die Westküste

Nach wenig erholsamen Nacht auf dem Stellplatz in Cagliari sind wir ganz früh zum Campingplatz in Chia weitergefahren.

Chia ist ein kleines Dorf an der Südküste mit wunderschönen Stränden, ca 50 km westlich von der Sardinischen Hauptstadt.

Mit 37,50 € pro Nacht für uns beide war das bisjetzt der günstigste Campingplatz unserer Sardinien Reise. Aber eigentlich ganz hübsch… und wir bekamen sogar einen Platz unter einer Plane (so ein ganz feines Netz), die extra Schatten spendete.

Der hauseigene Strand war so lala, genauso wie das Wetter, und so radelten wir mal wieder ca 8 km weiter nach Teurredda.

Es hat sich sowas von rentiert!

Karibik feeling pur!

Zurück auf dem Campingplatz tröpfelte es mittlerweile und wir beschlossen im Sommerregen wieder zum Strand vor der Tür zu laufen, um zu gucken wie der aussieht, wenn kein Mensch da ist. Wir haben ca 200 m geschafft, als plötzlich die Welt unterging. Eine Stunde lang kam soviel Wasser runter, dass der Campingplatz komplett unter Wasser stand.

Doch kurze Zeit danach war die Welt wieder in Ordnung und die Sonne war wieder da.

Die türkisblauen Strände sind zwar echt super, doch irgendwie trieb es mich in den wilden Westen.

Nach 150 km fast Autobahn waren wir in Oristano, genau in der Mitte der Westküste.

Laut Reiseführer gibt’s hier die größten Wellen des Mittelmeers! Naja nicht im August 😉

Aber als wir hier am Strand waren, kam sofort wieder die Sehnsucht nach dem blauen „Schwimmbad Osten“

Auch wenn der sardinische David Hasselhoff eher entspannt war.

Später unternahmen wir noch eine sehr anstrengende Radtour/Schiebe-Rad-durch-Sand-Wanderung zur einer Düne, die wir bei Google Maps entdeckt hatten, die sich aber nach 18 km Hinweg als ein ausgetrockneter See entpuppte.

Nach nur einer Nacht im Westen beschlossen wir beim Frühstück spontan weiter zu fahren.

Und so sind wir jetzt, am vorletzten Urlaubstag im Nordwesten an der Spiaggia di san Pietro. Nach unseren Berechnungen ist der mindestens 10 km lang!

Aber nun feiern wir erstmal Wiebkes Geburtstag!

Cagliari

Damit ihr nicht googeln müsst, hier paar Fakten zur Cagliari:

Cagliari liegt an der Südküste Sardiniens, hat ca 150 000 Einwohner, ist somit die größte Stadt und zugleich der Hauptsitz dieser wunderschönen Insel.

Mit den Großstädten mitten im Urlaub und vor allem mit dem Camper ist immer so ne Sache….Einerseits will man die auf jeden Fall nicht verpassen, weil es dort vieles zum Anschauen gibt, anderseits ist da auch viel Industrie, Dreck und Staus etc…was einen so ein bisschen zurück in die Realität versetzt nach all den schönen Stränden, wo man so richtig entspannt ist.

Dann gibt es da meistens auch keine Campingplätze und man muss sich etwas Sorgen machen, wo man den Bus stehen lässt.

In Cagliari haben wir nur einen Wohnmobil Stellplatz gefunden, der war zwar in der Nähe von der Innenstadt aber es ist eben einfach nur ein geteerter Parkplatz ohne Schatten und mit ziemlich unschönen Sanitäranlagen…. Dixi eben.

Naja für eine Nacht sollten das schon ok sein… war es aber nicht wirklich, weil es Mega laut war und der Thermometer im Bus nach einem Tag in der Sonne nachts immer noch über 38 grad angezeigt hat…war für uns also eine ziemlich kurze Nacht im Schweißbad.

Cagliari selbst hat uns positiv überrascht!

Eine sehr bunte und grüne Stadt mit vielen vielen Bars, Cafés und Restaurants und auch einer sehr schöner Altstadt!

Übrigens gibt es in Cagliari unglaublich viele Flamingos!

Dies ist ein Foto von Pinterest, da wir selber aufm Weg leider keine eigene Fotos gemacht haben.

Blau blau blau

Wir haben zwei schöne Tage aufm dem Campingplatz Del Riso in Villasimius verbracht. Am ersten Strand waren wir etwas skeptisch, da dort ziemlich viel Seegras angeschwommen war. Aber in der Gegend gibt’s so viele Strände wie Sand am Meer… oder andersrum…

Und so sind wir von einem Strand zum anderen geradelt und die wurden immer besser und besser.

Am zweiten Tag wagten wir sogar ein Stück der 3. Etappe der Giro d’Italia und radelten hoch hinauf zum Capo Boi. Die Aussicht und die spätere Abfahrt waren der Wahnsinn!

Den Abend verbrachten wir dann am Spaggia Timi Ama. Ein wunderschöner breiter Sandstrand!